Unser Betrieb liegt im Zürcher Oberland und umfasst 23 ha. Grünland.
Im Sommer sind die Kühe auf der Alp Scheidegg auf 1200 M.ü.M., ca. 6 km von unserem Betrieb entfernt.
Seit 1999 züchten wir Schottische Hochlandrinder, etwas später erweiterten wir unser Angebot mit der Vermietung und Import von erstklassigen Bullen.
Inzwischen haben wir einen Bestand von 50 bis 60 Tieren.
Da unser Betrieb hauptberuflich geführt wird und der Absatz von weiblichen Zuchttieren wie auch von Schlachttieren stark zusammen gebrochen ist, haben wir uns entschlossen die Kühe mit diversen Einkreuzungen zu Besammen. Um bessere, schnellere Mastprodukte zu erhalten, dies ermöglicht auch in diverse Schlachtkanäle zu liefern. Was ja bei reinrassigen einige Probleme mit sich bringt.
Die erste Serie (13 Stück) sind mit 14 bis 17 Monaten geschlachtet worden, leider mussten wir feststellen dass einige Kälber sehr schlechte Charaktereigenschaften hatten,(also komplette Spinner sind). Die Charakterstärksten Kreuzungen sind mit Shordhorn gelungen.
Bei Schlachtung waren alle Tiere zwischen 190kg bis 245kg. In der Qualität der Einkreuzungen waren fast alle im T3 eingestuft. Trotz guten Charktereigenschaften der Shordhorns mussten wir bei der Qualität kleinere Rückschläge in Kauf nehmen, sie wurden mehrheitlich mit T4 eingestuft, also zu viel Fettanteil.
Angesichts dieser Tatsachen haben wir uns schweren Herzens entschlossen unsere Hochlandrind-Zucht aufzugeben. Jedes Hochlandrind dass nun unseren Hof verlässt wird zukünftig durch reinrassige Simmentaler Kühe ersetzt.
Warum Simmentaler?
Weil es eine sehr ruhige, robuste, anpassungsfähige, berggängige Rasse ist. Die Kälber der Simmentaler Kühe sind nicht nur schön, diese werden auch gerne von den Metzgern abgekauft. Am 13. August haben wir nun auf der Engstliegen-Alp ob Adelboden die ersten 4 Simmentaler-Kühe gekauft. Anfang September werden Sie auf unserem Hof eintreffen.
Solange der Bedarf an Bullen da ist, führen wir die Vermietung wie bis jetzt weiter. Sollte dies sich ändern werden wir auch diesen Betriebszweig einstellen.
Zu guter Letzt möchten wir uns bei allen Züchtern im In- und Ausland für die vielen schönen Stunden bei Speis und Trank bedanken. Es waren sehr schöne Zeiten die uns in guter Erinnerung bleiben, schade um diese schöne Rasse. Die hätte es eigentlich verdient, sich auf dem Markt behaupten zu können.
Um einen Silberstreifen am Horizont zu sehen müsste ein Umdenken stattfinden und weniger schlechte Tiere auf den Markt gebracht werden.